Food-Service Verpackungen aus nachwachsenden und recycelten Rohstoffen

Müllhalde Deutschland: Wir produzieren zu viel Abfall

Müllhalde Deutschland: Wir produzieren zu viel Abfall

Laut einer internationalen Vergleichsuntersuchung aller 34 OECD Staaten (Organisation for Economic Co-Operation and Development) durch die Bertelsmann Stiftung im Jahr 2015, gehört Deutschland mit Platz 6 zu den nachhaltigsten Industriestaaten der Welt. Doch trotz der vielen Stärken (u.a. geringe Armutsquote, Wirtschaftswachstum und zahlreiche Naturschutzgebiete) weist Deutschland beim Thema Umweltschutz erhebliche Defizite auf. Ein hierbei besonders interessanter Aspekt ist das Thema Müllproduktion.

Die deutsche Pro-Kopf Menge an Müll liegt weit über dem EU Durchschnitt

Im Jahr 2012 wurden laut statistischem Bundesamt (Destatis) in Deutschland knapp 611kg Müll je Einwohner produziert. Diese Menge lag deutlich über dem EU Durchschnitt von 492kg pro Einwohner. Nur Luxemburg, Zypern und Dänemark hatten mit 662kg, 663kg und 668kg je Einwohner noch höhere Mengen als Deutschland. Am besten schnitten Estland (279kg) und Lettland (301kg) ab.

Insgesamt produzierte die EU im Jahr 2012 einen Müllberg von rund 250 Millionen Tonnen, wobei Deutschland mit seinen 50 Millionen Tonnen alleine für 20% des Gesamtaufkommens an Müll in der EU verantwortlich war. Allerdings konnte nahezu der gesamte EU-Müll (98%) weiterbehandelt werden: 34% wurde deponiert bzw. abgelagert, 27% recycelt, 20% in Energie umgewandelt, 15% kompostiert und 4% verbrannt. Zu den hierbei berücksichtigten Abfällen zählten: Verpackungsabfälle, Haushaltsabfälle sowie vergleichbare Abfälle aus Gewerbe und Industrie.

Europameister beim Produzieren von Verpackungsmüll

Obwohl Deutschland den Weltmeistertitel in Wiederverwertung trägt, so ist es jedoch gleichzeitig europäischer Spitzenreiter beim Produzieren von Verpackungsabfällen. Von 2003 bis 2013 stieg die Pro-Kopf-Menge an Verpackungsmüll von 187,5kg auf 215,5kg je Einwohner. Hochgerechnet kamen im Jahr 2013 also insgesamt 17,1 Millionen Tonnen Verpackungsabfall zusammen.

Der Großteil der Verpackungen besteht aus Papier, Pappe und Kartons, gefolgt von Kunststoff, Glas und Holz, wobei insbesondere die Menge an Kunststoffverpackungen seit 2009 fast um ein Drittel gewachsen ist. Fast zwei Drittel all dieser Verpackungen werden für Produkte des täglichen Bedarfs (Nahrungsmittel, Getränke, Tierfutter etc.) benötigt.

Gründe für den steigenden Verpackungsabfall

Neben dem steigenden Konsum der Verbraucher, der auf das gute Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist, gibt es noch diverse andere Gründe für den Anstieg der Verpackungsabfälle in Deutschland:

  • Zunahme der Ein-und Zweipersonenhaushalte: Bedarf an kleineren Verpackungseinheiten
  • Boom im E-Commerce: Immer mehr Waren werden in Kartons verschickt
  • Veränderte Ess-und Trinkgewohnheiten: Verbraucher konsumieren Nahrungsmittel  immer häufiger unterwegs.
  • Lebensmittelzubereitung zu Hause: Trend zu Fertiggerichten, Tiefkühlkost & mikrowellengeeigneten Produkten.
  • Kürzere Produktlebenszyklen von langlebigen Konsumgütern wie Spielwaren, Möbel, Haushaltswaren und Unterhaltungselektronik: Häufigere Neukäufe
  • Steigender Import von Produkten: Weniger Verwendung von Mehrwegverpackungen

Mögliche Lösungsvorschläge von Mitgliedern des Bundestags-Umweltausschusses

Grundsätzlich sollten unnütze Verpackungen vermieden werden. Dies gilt zum Beispiel für das dreifache Einpacken von Kaffeekapseln oder das Umwickeln von Salatgurken mit Plastikfolie. Auch der Gewährleistungszeitraum von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und elektrische Zahnbürsten sollte auf mindestens 3 Jahre erhöht werden, um eine längere Nutzungsdauer zu gewährleisten.

Ein weiterer Vorschlag ist die Anhebung der Recyclingquote im Wertstoffgesetz auf 50%, da bisher nur 42% Plastik recycelt wird. Der Rest landet bisher in der Müllverbrennungsanlage. Es wäre außerdem möglich das Wertstoffgesetz mit einer Wertstofftonne zu erweitern, die nicht nur Verpackungen sondern auch andere Wertstoffe aus Kunststoff und Metall wie Plastikspielzeug und Kleiderbügel aufnehmen kann.

Außerdem überlegen Mitglieder der Grünen über eine neue Finanzierung der Verpackungsmüllverwertung: Mit einer Ressourcenabgabe müsste nach der ökologischen Qualität der Materialien gezahlt werden und nicht nach der bloßen Menge wie beim Grünen-Punkt-System. Demnach hätten einfach verwertbare Materialien niedrige Abgaben, komplexe Verbandstoffe  hingegen hohe Abgaben.

Ausführlichere Informationen zur Vergleichsuntersuchung der Bertelsmann Stiftung.

Ausführlichere Informationen des statistischen Bundesamtes zum Thema Müll.

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