Was bedeutet biologisch abbaubar?
Als biologisch abbaubar gilt ein Produkt dann, wenn es durch biologische Prozesse – zum Beispiel durch die Aktivität von Mikroorganismen oder Enzymen – in Kohlenstoffdioxid, Wasser und Biomasse zersetzt werden kann. Entscheidend ist, dass das Produkt bis auf die Grundmoleküle CO2 und H2O abgebaut wird. Ist dies nicht der Fall, können Kleinstpartikel in der Umwelt zurückbleiben, die potenziell große Schäden anrichten.
Wichtig ist, dass biologisch abbaubar nicht mit kompostierbar gleichzusetzen ist. Jedes kompostierbare Produkt ist biologisch abbaubar. Aber nicht jedes biologisch abbaubare Produkt ist kompostierbar. Der Unterschied liegt vor allem in der Zeit und den Bedingungen des Abbaus. Ein Produkt, das beispielsweise 100 Jahre benötigt, um vollständig in seine Grundmoleküle zerlegt zu werden, wäre zwar biologisch abbaubar, jedoch nicht kompostierbar. Im Gegensatz dazu definiert die EN 13432-Norm klare Bedingungen für die Kompostierbarkeit.
So müssen kompostierbare Produkte innerhalb von 12 Wochen zu mindestens 90 % in kleine Fragmente zerfallen sein und sich innerhalb von 6 Monaten zu mindestens 90 % biologisch abbauen.
Produkte aus biologisch abbaubaren Materialien wie beispielsweise PLA (Polylactid) werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke hergestellt und werden in vielen Regionen weder im Kunststoffrecycling noch in der Biotonne verarbeitet und häufig über den Restmüll entsorgt.
Grundsätzlich gilt: Maßgeblich sind immer die lokalen Entsorgungsvorgaben der jeweiligen Kommune.
Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag zum Recycling biologisch abbaubarer Materialien.