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Eine kugelförmige Panoramaansicht zeigt grüne Felder und gelbe Blumen unter einem bewölkten blauen Himmel mit Sonnenlicht.

Climate Safe 360°

Climate Safe 360° ist ein Baustein unserer Unternehmensstrategie und unterstützt uns dabei, Treibhausgasemissionen zu erfassen, relevante Emissionsquellen zu erkennen und mögliche Reduktionsmaßnahmen zu entwickeln. Seit 2018 bilanzieren wir die Treibhausgasemissionen unserer Geschäftstätigkeit und Handelswaren. Unabhängig davon wurden bis Anfang September 2026 Emissionsgutschriften aus externen Klimaschutzprojekten mit einem ausgewiesenen Gesamtumfang von rund 67.000 t CO₂e erworben und stillgelegt.

Was bedeutet CO2-kompensiert und wann ist etwas klimaneutral?

Bevor wir auf Climate Safe 360 ° eingehen, sollten wir ein paar Begriffe und Hintergründe klären. Dir ist bestimmt aufgefallen, dass viele Unternehmen mit Begriffen wie "klimaneutral", "CO2-neutral", "klimakompensiert" oder "CO2-kompensiert" werben. Nicht immer wird dabei erklärt, was hierunter zu verstehen ist. Das ist aber sehr wichtig, denn die Begriffe sind nicht selbsterklärend. Grundsätzlich werden Produkte oder Handlungen mit diesen Begriffen gelabelt, wenn sie keinen negativen Einfluss auf die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre haben, z. B. durch den Ausgleich der Emissionen in Klimaschutzprojekten.

Es gibt jedoch immer häufiger Kritik an den Begriffen: "Klimaneutral" und "CO2-neutral" implizieren beispielsweise, dass die jeweiligen Produkte oder Unternehmen frei von CO2-Emissionen sind – das ist oft aber nicht der Fall. Auch die Begriffe "CO2-kompensiert" und "klimakompensiert" sind nicht eindeutig, denn aus ihnen geht nicht hervor, wie viel Prozent der Emissionen ausgeglichen wurden und wo und wie der Ausgleich stattfindet. Manchmal werden die Labels dabei schon vergeben, wenn statt der gesamten Emissionen nur ein Teil ausgeglichen wird.

Ein einsamer grüner Baum steht auf einem bewachsenen Hügel unter einem bewölkten Himmel.

Product Carbon Footprint (PCF) und Corporate Carbon Footprint (CCF)

Steigen wir genauer in die Thematik ein: Um Emissionen überhaupt ausgleichen zu können, stellen Unternehmen eine Treibhausgasbilanz auf. Diese ist in zwei Teile gegliedert. Zum einen wird der Corporate Carbon Footprint (CCF) ermittelt. Dieser beleuchtet ausschließlich das Unternehmen und dessen Emissionen (z. B. Stromverbrauch, Arbeitswege der Mitarbeitenden mit Bus und Bahn etc.). Zu Firmen, die physische Ware produzieren oder mit ihr handeln (so wie Green Box), gehört zusätzlich der Product Carbon Footprint (PCF). Dabei bezieht sich die Bilanz auf unser gesamtes Sortiment und damit auf jedes einzelne Produkt. Dazu zählen alle Produktionsstufen: vom Material über die Herstellung bis zu den Transportwegen.

Zum Vergleich: Der Anteil unseres PCF liegt bei 99,6 Prozent, der CCF bei nur 0,4 Prozent der gesamten Bilanz. Die Herstellung unserer Produkte verursacht also mit großem Abstand die meisten Emissionen. Einige Unternehmen gleichen nur ihren CCF aus und werben dennoch mit den Begriffen "klimaneutral" oder "CO2-kompensiert". Erst bei genauem Hinsehen fällt dabei auf, wie gering der Anteil ist.

Deswegen gleichen wir aus voller Überzeugung sämtliche CO2-Emissionen in Produktion, Transport, Unternehmen und Ressourcen – also unseren CCF und den PCF – aus. Mit der Zusammensetzung aus CCF und PCF erreichen wir unser Ziel eines zu 100 Prozent CO2-kompensierten Unternehmens. Nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir aktiv zum Klimaschutz beitragen möchten. Für eine nachhaltige Zukunft unseres grünen Planeten.

Klare Glühbirne auf grünem Gras, die ihre Glas- und Metallteile zeigt und die Umgebung spiegelt.

Klimaschutzprojekte in Indien

Wir unterstützen aktuell folgende Gold-Standard-Projekte in Indien:

  • „GS11401 – Bhesada Wind Power Project in Rajasthan“
  • „GS11450 – MicroEnergy Credits – Microfinance for Clean Energy Product Lines – India“

Im Rahmen der Projekte wird Strom durch Windkraftanlagen beziehungsweise Solarenergie erzeugt und in das indische Stromnetz eingespeist. Dadurch kann Strom aus fossilen Energiequellen entsprechend der für die Projekte jeweils festgelegten und geprüften Berechnungsmethode verdrängt werden.

Greenbox hat im Jahr 2025 insgesamt 7.500 t CO₂ Emissionsgutschriften aus diesen Projekten finanziert beziehungsweise stilllegen lassen. Die zugehörigen Register- und Stilllegungsnachweise sind hier einsehbar:

Einordnung unserer finanziellen Beiträge

Der genannte Umfang bezeichnet den nominellen Wert der erworbenen und stillgelegten Emissionsgutschriften. Die Gutschriften werden nicht als Kompensation, Neutralisierung oder Reduzierung der Emissionen unserer Produkte, Handelswaren, Bestellungen oder unseres Unternehmens angerechnet.

Aus der finanziellen Unterstützung der Projekte leiten wir keine Klimaneutralität, Emissionsminderung oder positive Umweltauswirkung unserer Produkte ab.

Eine Landschaft mit mehreren Windkraftanlagen auf grünen Hügeln unter einem teilweise bewölkten Himmel.

Früher von uns unterstützte Projekte

Zwischen 2019 und 2025 wurden Emissionsgutschriften aus verschiedenen externen Klimaschutzprojekten erworben und stillgelegt, die Greenbox zugeordnet werden können. Ihr ausgewiesener Gesamtumfang beträgt rund 67.000 t CO₂e.

  • Waldschutz in Kenia: Aus dem „Kasigau Corridor REDD Project – Phase I Rukinga Sanctuary“ (VCS 562) wurden 13.294 Emissionsgutschriften erworben und 2019 sowie 2020 stillgelegt. Das Projekt befasst sich mit dem Schutz von Trockenwald- und Savannenflächen.
  • Aufforstung in Indien: Aus dem „TIST Program in India“ (VCS 994) wurden 21.031 Emissionsgutschriften erworben und zwischen 2020 und 2022 stillgelegt. Das Projekt arbeitet mit teilnehmenden Kleinbetrieben, die Bäume auf ihren eigenen Flächen anbauen.
  • Kochöfen und Wasseraufbereitung in Guatemala: Aus dem „Ecofiltro Guatemala Improved Stoves and Water Purification Project“ (GS1321) wurden 6.605 Emissionsgutschriften erworben und 2022 stillgelegt. Das Projekt umfasst effizientere Kochöfen und Wasseraufbereitungssysteme.
  • Verbesserte Kochpraktiken in Nigeria: Aus „Promoting Improved Cooking Practices in Nigeria“ (GS7312) wurden 7.707 Emissionsgutschriften erworben und 2022 stillgelegt. Das Projekt befasst sich mit effizienteren Kochöfen, um gegenüber zuvor verwendeten Kochmethoden Brennstoffverbrauch und Rauchentwicklung zu reduzieren.
  • Solarenergieprojekte: Aus den „Ejuva One and Ejuva Two Solar Projects“ (VCS 1885) wurden 2.629 Emissionsgutschriften erworben und 2022 stillgelegt.
  • Windenergie in Gujarat: Aus dem „300 MW Wind Power Project in Gujarat by Alfanar Power“ (GS7745) wurden 8.000 Emissionsgutschriften erworben und 2023 stillgelegt.
  • Windenergie in Rajasthan: Aus dem „Bhesada Wind Power Project in Rajasthan“ (GS11401) wurden 5.000 Emissionsgutschriften erworben und 2025 stillgelegt.
  • Dezentrale Energielösungen in Indien: Aus „MicroEnergy Credits – Microfinance for Clean Energy Product Lines – India, CPA 39“ (GS11898) wurden 2.500 Emissionsgutschriften erworben und 2025 stillgelegt.

Einordnung der Angaben

Die genannten Mengen bezeichnen den nominellen Umfang der erworbenen und stillgelegten Emissionsgutschriften. Sie werden nicht als Kompensation, Neutralisierung oder Reduzierung der Emissionen unserer Produkte, Bestellungen oder unseres Unternehmens angerechnet. Die tatsächlich erreichte Wirkung der einzelnen Projekte wird ausschließlich in den jeweiligen Monitoring- und Verifizierungsberichten dargestellt.

Aus der Unterstützung der Projekte wird kein unmittelbarer Zusammenhang mit der Umweltwirkung oder Treibhausgasbilanz einzelner Greenbox-Produkte abgeleitet. Soweit verfügbar, veröffentlichen wir zu den Projekten unter anderem Projektname, Betreiber, Registernummer, Standard sowie Stilllegungsmenge und -zeitpunkt.

Frau in einem Feld, die Blattgemüse erntet, umgeben von Pflanzenreihen und einem Baum im Hintergrund.
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