Klimaneutral
Nachhaltiges Material
Versand - frei ab 200 €
Musterbestellung
CO2 Neutralität Banner

CO2-Neutralität

Je mehr wir uns mit dem Klimaschutz und einem neuen Umweltbewusstsein beschäftigen, desto öfter begegnet uns der Begriff „CO2-Neutralität“. Aber was bedeutet das eigentlich? Und wie wird etwas CO2-neutral?

Was bedeutet Co2-neutral?

Der Begriff „CO2-neutral“ hat in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen. Grundsätzlich spricht man von CO2-Neutralität, wenn Produkte und Handlungen keinen Einfluss auf die Konzentration klimaschädlicher Gase (CO2 usw.) in der Erdatmosphäre haben. Hierbei ist die Unterscheidung zwischen Produkten und deren CO2-Fußabdruck (Product Carbon Footprint = PCF) und dem unternehmerischen Handeln und dem dort entstehenden Fußabdruck (Corporate Carbon Footprint = CCF) besonders relevant. Diese errechnen sich für den PCF aus allen Parametern, die potenziell Emissionen verursachen, wie die Produktion, der Transport, das Inverkehrbringen und die Entsorgung eines Produktes. Beim CCF werden alle Daten, die für die Berechnung der Emissionen eines Unternehmens von Belang sind, erfasst. Dazu gehören auf der einen Seite die direkten Emissionen. Unter ihnen versteht man z.B. die Beheizung des Gebäudes, den Betrieb des Fuhrparks und den Einsatz von Kältemitteln. Dem gegenüber stehen die indirekten Emissionen zu denen beispielsweise die Mitarbeitermobilität, Dienstreisen, das Abfallvolumen und die damit verbundene Entsorgung gehören. Direkte und indirekte Emissionen zusammengerechnet ergeben dann den vollständigen Corporate Carbon Footprint.

Wolken

Wie werden Produkte CO2-Neutral?

Durch bestimmte Maßnahmen können die Emissionen, die auf Produkt- oder Unternehmensebene entstehen, kompensiert werden. Es gibt Maßnahmen zur Bindung von CO2, wie beispielsweise Aufforstungsprojekte. Aber auch durch den Schutz von Mooren und dem Verwässern bereits trockengelegter Moore, kann deren CO2-Speicherkraft erhalten oder wiederhergestellt werden. Kompensationen können aber auch in Form von Investitionen in klimafreundliche Energiegewinnung realisiert werden, z.B. durch die Investition in Wasser- oder Windkraftwerke. Für den Erfolg einer Kompensation ist es unerheblich, wo das Projekt realisiert wird. Es gibt sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt entsprechende Projekte. Mithilfe von Kompensationen können also auch Produkte und Unternehmen, deren Existenz nicht ohne die Abgabe von CO2 auskommen, ohne negative Folgen für unser Klima bleiben.

Erneuerbare Energien

Welche Kritik gibt es an dem Prozess der Kompensation?

Es gilt jedoch zu bedenken, dass CO2-Kompensationen vor allem in der Theorie funktional sind, es aber praktische Probleme geben kann. Da Kompensationsmaßnahmen häufig in Entwicklungsländer ausgelagert werden, können beispielsweise Probleme bei der Errechnung der Einsparungen entstehen. Denken wir zum Beispiel an eine Aufforstungsmaßnahme in einem Entwicklungsland, die durch ein europäisches Unternehmen finanziert wird. Das jeweilige europäische Unternehmen wird sich seinerseits die Kompensationsleistungen aus diesem Projekt anrechnen. Nun kann es passieren, dass auch das jeweilige Entwicklungsland die entstandene CO2-Kompensation geltend macht und deswegen vielleicht an anderer Stelle Maßnahmen zum Klimaschutz vernachlässigt werden. So entstehen dann Doppelbelegungen für Kompensationen und das Resultat ist eher von Nachteil für den Klimaschutz. Außerdem lässt sich bei Kompensationen auch häufig nur schwer feststellen, ob die erzielte Reduktion nicht ohnehin passiert wäre.

Diese Problematiken müssen natürlich berücksichtigt werden und so überprüfen wir regelmäßig unsere Kompensationsprozesse. Wir ruhen uns aber nicht auf den Kompensationen aus oder nutzen sie, um uns keine Gedanken mehr über unsere Emissionen machen zu müssen – im Gegenteil. Für uns sind Kompensationen nur ein Weg, den Einfluss, den wir mit unserem Handeln und unseren Produkten auf die Umwelt nehmen, zu neutralisieren. Wir arbeiten außerdem stetig daran unsere Gesamtemissionen zu verringern und versuchen auch bei unseren Produkten, z.B. durch kürzere Lieferketten, die PCFs zu senken. Bei uns ist der Kauf von CO2-neutralen Produkten keine Option, sondern Standard.

Make Love not CO2